Was ist Mantrailing

Jean Vollenweider beschäftigt sich als Leiter der Diensthundeabteilung der Kantonspolizei Zürich seit Jahren mit der Ausbildung zu Spürhunden und damit auch dem Mantrailing.


Mit Mantrailing bezeichnet man die Fähigkeit eines speziell ausgebildeten Hundes, der individuellen Duftspur eines Menschen zu folgen.

Jeder Mensch gibt permanent Hautschuppen und gasförmige Ausdünstungen an die Umwelt ab. Diese besitzen den Individualgeruch des "Spenders". Damit hinterlässt jeder Mensch Individualspuren, welche trotz der extremen Verdünnung über lange Zeiträume durch ausgebildete Hunde verfolgt werden können.

Das Mantrailing stellt somit eine völlig andere Art der Spurensuche dar, wie man sie bis dato im Polizeieinsatz gewohnt war. Die traditionelle Art verfolgt die Duftspur der Bodenverletzung, die ein Mensch zwangsläufig hinterlässt. Deshalb funktioniert diese Art nur in Wald und Wiese, aber nicht mehr auf Asphalt, wo es keinerlei Bodenverletzungen mehr gibt.

In diesem Moment schlägt die Stunde des Maintrailers, der in jeder Umgebung die vom Menschen abgesonderten Duftspuren verfolgen und riechen kann. Diese Fähigkeit ist allen Hunden von Natur aus angeboren, um z.B. einen Sexualpartner zu finden, oder die Verfolgung des Rudels aufzunehmen.

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